Über alle Berge

Passhöhen sind Stätten des Übergangs. Für Wanderer schlägt dort die Stunde der Offenbarung: Am höchsten Punkt ihrer Tour lassen sie den Ort des Aufbruchs endgültig hinter sich, um eine neue, unbekannte Welt zu betreten. Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung.

Beton, zart wie Blätterteig

Die Autobahn A8 am Brienzersee wird derzeit umfassend saniert. Im Giessbachtunnel beispielsweise wird die Zwischendecke ersetzt. Abbruchzangen zerlegen die massive Betonkonstruktion, als ob sie aus Blätterteig wäre. Einblick in die nächtlichen Arbeiten gibt eine Baureportage in der vom Bundesamt für Strassen herausgegebenen „info-Zeitung“.

Fremde Freunde

Albert Anker: „Die Bourbakis“. Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel

Das Idyll trügt: Die Soldaten, die da in einem Stall irgendwo in der Schweiz verpflegt werden, sind knapp dem Tod entronnen. Sie gehörten der französischen Armée de l’Est an, die unter dem Kommando des Generals Bourbaki stand. Auf der Flucht vor deutschen Truppen hatten gegen 90’000 von ihnen die Grenze zur Schweiz überquert. Hier wurden sie interniert und auf alle Landesteile verteilt. Die Aufnahme der entkräfteten und an Typhus leidenden Franzosen führte in verschiedenen Gemeinden zu Konflikten, wie aus der Reportage im „Berner Oberländer“ hervorgeht.

Wandervorschläge für Familien

Manche Kinder wandern liebend gern, andere gar nicht. Unterschiedlichste Wandertypen werden in der neuen Wanderbroschüre der Post angesprochen. Die überarbeitete Website listet zahlreiche weitere Wanderungen auf. www.post.ch/wandern

Hochwasserschutz – warum und wie

Nach einem Unwetter mit Schäden im Siedlungsgebiet wurden am Milibach in Brienz verschiedene Wasserbaumassnahmen getroffen, um die Auswirkungen solcher Ereignisse in Zukunft einzudämmen. Die für das Projekt zuständige Schwellenkorporation Brienz wünschte, anhand von Informationstafeln vor Ort über die einzelnen Massnahmen zu erklären. Der Auftrag umfasste Konzept, Texte und Koordination.

Mit Abstand der schönste Winter

Gedränge auf Pisten und in Mammutgondeln ist in diesem speziellen Winter nicht gefragt, denn die Pandemie gebietet Abstand. Damit schlägt die Stunde der kleineren Wintersportgebiete. Sie machen es möglich, sich in familiärem Rahmen in der Natur zu bewegen – sei es auf der Piste oder abseits davon.

Beitrag in der NZZ

Prophet in der Welt der Pilze

Korallenpilz-Aquarelle von Edwin Schild

Im eigenen Land gilt der Prophet wenig. Das bekam wohl auch Edwin Schild (1927-2014) zuweilen zu spüren. In seinem Dorf wurde er von manchen Leuten belächelt, weil er nicht gängigen Vorstellungen eines erfolgreichen Lebens entsprach. Statt sich mit bürgerlichen Leistungen und Statussymbolen hervorzutun, widmete er sich seinen Leidenschaften, nämlich der Musik und der Natur. Besonderes Interesse brachte er der Welt der Pilze entgegen. Auf diesem Gebiet brachte er bahnbrechende Arbeiten hervor. So entdeckte und beschrieb er mehrere Dutzend zuvor unbekannte Arten der Gattung Korallenpilze. Von etlichen davon fertigte er hochwertige und ästethisch sehr ansprechende Aquarelle an. Edwin Schilds Nachlass wird derzeit an der ETH Zürich aufgearbeitet.

Porträt im „Berner Oberländer“

„Spitzer Stein“ Kandersteg

Im Rutschgebiet „Spitzer Stein“ oberhalb von Kandersteg muss mit Felsabbrüchen und nachfolgend möglicherweise grösseren Murgängen gerechnet werden. Die Gemeinde Kandersteg hat sich mit Unterstützung von Kantonsbehörden und externen Fachleuten umfassend auf solche Ereignisse vorbereitet. Dazu gehört auch die Planung von Kommunikationsmassnahmen. Zu diesem Zweck hat sie ein Kommunikationskonzept in Auftrag gegeben. Eine erste Massnahme war die Erarbeitung einer Broschüre, mit der die Bevölkerung über den Ablauf einer Alarmierung und nachfolgenden Evakuation informiert wird.

Nachtzug nach Moldawien

Leckeres kulinarisches Attentat: Ein-Personen-Frühstück im Hotel in Chişinău.

Seit 2019 erleben Nachtzüge dank der Klimaschutzbewegung ein Revival. Ein Jahr zuvor habe ich eine Eisenbahnfahrt von Zürich nach Chişinău, der Hauptstadt der osteuropäischen Republik Moldawien, unternommen. Sie verlief in drei Nachtzug-Etappen. Die aktuelle Winterausgabe des Globetrotter-Magazins veröffentlicht eine Reportage über die Reise.

Ein Bote aus ferner Vergangenheit im Heute

Es ist die mit Abstand ungewöhnlichste Publikation, die ich seit diesem Jahr betreuen darf: Der „Hinkende Bot“ erscheint seit mehr als 300 Jahren. Als neuem Schriftleiter fiel mir die Aufgabe zu, den bernischen historischen Kalender inhaltlich behutsam zu erneuern – und seinen traditionsreichen Charakter gleichwohl beizubehalten.

Die neue Ausgabe ist soeben erschienen. Sie enthält unter anderem ein Gespräch mit Christine Häsler. Die Bildungsdirektorin des Kantons Bern äussert sich darin über ihre eigenen Schulerlebnisse und über den brutalen Einschnitt der Corona-Pandemie ins Schulwesen.