Allgemein

“Brienzer Fototruckli”: Band 2

Warum hat ein Wiggivogel keine Flügel? Was ist der Unterschied zwischen einem Stumpen und einer Brissago? Warum wurde die Brienz-Rothorn-Bahn mehrmals eingeweiht, und zwar in drei verschiedenen Jahren? Solche und andere Fragen kommen im «Brienzer Fototruckli 2» zur Sprache. Das Buch zeigt einen weiteren reichhaltigen Ausschnitt aus dem fotografischen Werk des pensionierten Pöstlers Peter Ernst. Unterhaltsame
Begleittexte informieren über Biografien, Berufe und Schicksale der porträtierten Personen.

Erhältlich im Buchhandel oder hier im Webshop.

Traurige Schicksale

Eines der berührendsten Interviews seit langer Zeit habe ich diesen Sommer mit Urs Nufer geführt, dem langjährigen Leiter des Sozialdiensts an der Privatklinik Meiringen. Er erzählte, dass zu Beginn seiner Tätigkeit zahlreiche Patientinnen keinerlei Kontakt mehr zu ihren Familien gehabt hätten. Aufgrund ihrer psychischen Krankheit hätten die Ehemänner sich scheiden lassen und den Kindern gegenüber behauptet, die Mutter sei verstorben. Nufer fand, diese Frauen seien von der Gesellschaft hintergangen worden, und begann, in detektivischer Kleinarbeit ihre Nachkommen ausfindig zu machen, um die Familien wieder zusammenzuführen.

Der engagierte Pionier der Sozialarbeit verstarb wenige Wochen nach unserem Gespräch. Die Begegnung mit diesem engagierten, warmherzigen Menschen, der auf diskrete Weise viel Gutes bewirkte, hat mich sehr beeindruckt.

Beitrag im Magazin “Blickpunkt Gesundheit”, Ausgabe 2021

Campingwandern

In Pandemiezeiten sind Fernreisen kein grosses Thema. Die “Berner Zeitung” fokussiert daher in ihrer diesjährigen Sommerserie unter dem Motto “Tour de Berne” ganz auf die nähere Umgebung und besucht verschiedene Campingplätze im Kanton Bern. Die zugehörigen Wandervorschläge sind von mir – zum Beispiel die Rundwanderung von Wabern um den Gurten herum.

Über alle Berge

Passhöhen sind Stätten des Übergangs. Für Wanderer schlägt dort die Stunde der Offenbarung: Am höchsten Punkt ihrer Tour lassen sie den Ort des Aufbruchs endgültig hinter sich, um eine neue, unbekannte Welt zu betreten. Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung.

Beton, zart wie Blätterteig

Die Autobahn A8 am Brienzersee wird derzeit umfassend saniert. Im Giessbachtunnel beispielsweise wird die Zwischendecke ersetzt. Abbruchzangen zerlegen die massive Betonkonstruktion, als ob sie aus Blätterteig wäre. Einblick in die nächtlichen Arbeiten gibt eine Baureportage in der vom Bundesamt für Strassen herausgegebenen “info-Zeitung”.

Fremde Freunde

Albert Anker: “Die Bourbakis”. Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel

Das Idyll trügt: Die Soldaten, die da in einem Stall irgendwo in der Schweiz verpflegt werden, sind knapp dem Tod entronnen. Sie gehörten der französischen Armée de l’Est an, die unter dem Kommando des Generals Bourbaki stand. Auf der Flucht vor deutschen Truppen hatten gegen 90’000 von ihnen die Grenze zur Schweiz überquert. Hier wurden sie interniert und auf alle Landesteile verteilt. Die Aufnahme der entkräfteten und an Typhus leidenden Franzosen führte in verschiedenen Gemeinden zu Konflikten, wie aus der Reportage im “Berner Oberländer” hervorgeht.

Wandervorschläge für Familien

Manche Kinder wandern liebend gern, andere gar nicht. Unterschiedlichste Wandertypen werden in der neuen Wanderbroschüre der Post angesprochen. Die überarbeitete Website listet zahlreiche weitere Wanderungen auf. www.post.ch/wandern

Hochwasserschutz – warum und wie

Nach einem Unwetter mit Schäden im Siedlungsgebiet wurden am Milibach in Brienz verschiedene Wasserbaumassnahmen getroffen, um die Auswirkungen solcher Ereignisse in Zukunft einzudämmen. Die für das Projekt zuständige Schwellenkorporation Brienz wünschte, anhand von Informationstafeln vor Ort über die einzelnen Massnahmen zu erklären. Der Auftrag umfasste Konzept, Texte und Koordination.

Mit Abstand der schönste Winter

Gedränge auf Pisten und in Mammutgondeln ist in diesem speziellen Winter nicht gefragt, denn die Pandemie gebietet Abstand. Damit schlägt die Stunde der kleineren Wintersportgebiete. Sie machen es möglich, sich in familiärem Rahmen in der Natur zu bewegen – sei es auf der Piste oder abseits davon.

Beitrag in der NZZ

Prophet in der Welt der Pilze

Korallenpilz-Aquarelle von Edwin Schild

Im eigenen Land gilt der Prophet wenig. Das bekam wohl auch Edwin Schild (1927-2014) zuweilen zu spüren. In seinem Dorf wurde er von manchen Leuten belächelt, weil er nicht gängigen Vorstellungen eines erfolgreichen Lebens entsprach. Statt sich mit bürgerlichen Leistungen und Statussymbolen hervorzutun, widmete er sich seinen Leidenschaften, nämlich der Musik und der Natur. Besonderes Interesse brachte er der Welt der Pilze entgegen. Auf diesem Gebiet brachte er bahnbrechende Arbeiten hervor. So entdeckte und beschrieb er mehrere Dutzend zuvor unbekannte Arten der Gattung Korallenpilze. Von etlichen davon fertigte er hochwertige und ästethisch sehr ansprechende Aquarelle an. Edwin Schilds Nachlass wird derzeit an der ETH Zürich aufgearbeitet.

Porträt im “Berner Oberländer”